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Die Zeit kann man nicht aufhalten. Ich saß wie angeklebt am Bettrand. Es war wohltuend, mit der Kaffeetasse in der Hand, so zu verweilen. Ein letzter Kaffee mit Ihr in diesem Leben. Das wussten wir beide und wir waren so ruhig, als hätten wir alle Zeit dieser Welt. Um uns herum steigerte sich die Hektik. Wie in all den Jahren zuvor war sie vernünftig und sagte: „Geh schon, sonst verpasst du den Zug“. Mein Gepäck war schon im Auto. Ich sah noch einmal zurück - sie saß noch immer auf Ihren Bett.    „Also bis dann“. Sie hob ihre Hand und winkte mir zu, wie immer.